CONZYR Artenwetter
Passen die Erfassungsbedingungen? Arten oder Methoden wählen – das Werkzeug prüft die Vorhersage Stunde für Stunde gegen die Vorgaben aus BfN-Skript 480 und Albrecht et al. 2014.
Funktioniert mit Ortsnamen, Dezimal-Koordinaten, DMS (49°00'32.0"N 8°24'14.0"E) oder einem vollen Google-Maps-Link mit „@Breitengrad,Längengrad“. Kurzlinks (maps.app.goo.gl/…) lassen sich nicht auflösen. Jeder Treffer wird vor dem Übernehmen mit Karten-Link angezeigt.
Wo die gewählte Quelle für eine Bedingung nichts vorgibt, springt die nächste ein (bei BfN 480: Albrecht, dann Praxiswert). Bei jeder Bedingung steht, woher sie kommt.
Vorhersage
Daten: Open-MeteoVorgaben statt Faustregeln.
Jede Art und jede Methode hat ein Erfassungsprofil: Temperaturbereich, Niederschlag, Wind, Bewölkung, Zeitfenster und Kartierzeitraum – mit Quelle. Das Werkzeug legt die stündliche Vorhersage daneben und zeigt, wann die Bedingungen erfüllt sind. Die Bewertung ist eine Planungshilfe; maßgeblich bleiben Methodenstandard und Lage vor Ort.
Zwei Quellen, eine Reihenfolge
Das BfN-Skript 480 (Bewertungsschemata für das FFH-Monitoring, 2017) nennt für viele Arten eigene Werte, etwa 18–23 °C für die Schlingnatter. Albrecht et al. (2014, Leistungsbeschreibungen für faunistische Untersuchungen, BASt) gibt eher Gruppenwerte vor, für Reptilien pauschal 22–30 °C. Wählen Sie die Quelle oben; fehlt dort eine Angabe, springt die nächste ein.
Stunde für Stunde
Geprüft wird nicht der Tageshöchstwert, sondern jede Stunde im Zeitfenster. So zeigt sich, dass ein heißer Tag für die Schlingnatter nur am frühen Vormittag passt – oder ein kühler Tag für die Zauneidechse gar nicht. Ein Klick auf ein Feld zeigt den Tag im Stundenverlauf.
Grün, Gelb, Rot
Grün heißt: Alle Bedingungen sind mindestens zwei Stunden am Stück erfüllt; darunter steht das Zeitfenster. Gelb heißt: knapp daneben – etwa 1–2 °C zu kühl, etwas mehr Wolken oder Wind als vorgegeben, Nieselregen – oder nur eine Stunde passt. Rot nennt den Hauptgrund. Schraffierte Felder liegen außerhalb des Kartierzeitraums.
Praxiswerte
Wo weder Skript 480 noch Albrecht Wetterwerte nennen – etwa bei Fledermäusen, Brutvögeln oder dem Hirschkäfer –, steht ein Praxiswert, zum Beispiel für Fledermäuse: trocken, mindestens 7 °C, Wind höchstens 4 Bft. Beschreibt eine Quelle eine Bedingung nur in Worten („milde, windarme Nächte“), ist die umgesetzte Zahl mit * markiert. Nennt eine Quelle gar nichts, steht „keine Vorgabe“ statt einer Ampel.
Was kein Modell weiß
Wind wird in 10 m Höhe vorhergesagt und ist in geschützten Säumen deutlich schwächer. Bewölkung ist die unsicherste Größe aller Modelle. Das Mikroklima an einer Trockenmauer oder einem Sonnenplatz kann keine Vorhersage abbilden.
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Fehlt eine Art, passt ein Wert nicht?
Das Artenwetter wächst mit Ihren Rückmeldungen. Schreiben Sie uns, welche Arten oder Methoden Sie brauchen oder wo Sie andere Erfahrungswerte haben: info@conzyr.de.
Worauf die Profile beruhen.
- BfN-Skript 480 – BfN & BLAK FFH-Monitoring und Berichtspflicht (Hrsg.) (2017): Bewertungsschemata für die Bewertung des Erhaltungsgrades von Arten und Lebensraumtypen als Grundlage für ein bundesweites FFH-Monitoring. Teil I: Arten nach Anhang II und IV. BfN-Skripten 480.
- Albrecht et al. 2014 – Albrecht, K., Hör, T., Henning, F. W., Töpfer-Hofmann, G. & Grünfelder, C. (2014): Leistungsbeschreibungen für faunistische Untersuchungen im Zusammenhang mit landschaftsplanerischen Fachbeiträgen und Artenschutzbeitrag. FE 02.0332/2011/LRB im Auftrag der BASt.
- Wetterdaten – Open-Meteo, Stundenwerte der Modelle von DWD, ECMWF und Météo-France.
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